Am Montag, dem 25.11.2019 um 09.55 Uhr wurde die FF Markt Allhau mittels Sirene und Rufempfängern zu einem schweren Verkehrsunfall (T2) mit eingeklemmter Person auf die A2 Südautobahn alarmiert. So die Alarmierung – bereits nach vier Minuten konnte das RLFA2000 vollbesetzt zum Einsatzort ausrücken. Ingesamt rückten die Wehr mit vier Fahrzeugen (MZFA, RLFA2000, VF-Kran, MTF), einem Anhänger und 15 Mann aus. Bei der Ankunft konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden. Der Fahrer des ersten LKW war unverletzt und der Lenker der zweiten Zugmaschine wurde bereits durch das Rote Kreuz versorgt und in weiterer Folge mit Verletzungen unbestimmten Grades in das LKH Hartberg eingeliefert. Die Polizei hatte indes bereits die Autobahn zur Gänze gesperrt. Umgehend nach der Ersterkundung befahl der Einsatzleiter, HBM Gerhard Brunner, den Aufbau eines zweifachen Brandschutzes durch die Rüst-Besatzung. Einer der beiden LKW wurde heftig in die Leitschiene gedrückt, wobei dessen Dieseltank aufriss. Glücklicherweise war dieser nur zu einem geringen Teil gefüllt, sodass die Restfüllung aufgefangen und auf die Alarmierung des Gefahrgutzuges verzichtet werden konnte. Da jedoch eine größere Menge Diesel auf der Fahrbahn und am Fahrbahnrand verteilt war, entschied sich der Einsatzleiter für die Verständigung der Bezirkshauptmannschaft. Seitens der Feuerwehr wurde bereits mit dem Aufbringen von Bindemittel begonnen. Der zugezogene Behördenvertreter entschied sich nach Rücksprache mit ebenfalls anwesenden Amtssachverständigen für Wasserschutz dafür das angrenzende Erdreich abzutragen und der ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen. Da sich bis zu diesem Zeitpunkt bereits ein einige Kilometer langer Stau gebildet hatte entschied man sich dafür, die A2-Auffahrt Lafnitztal zu sperren und den gebildeten Rückstau aufzulösen. Zwischenzeitlich wurde für den Abtransport der Unfallfahrzeuges ein privates Abschleppunternehmen angefordert. Die Bergung des ersten LKW gestaltete sich einigermaßen einfach – trotz der erheblichen Deformation der Zugmaschine. Der zweite LKW konnte selbständig fahren, während der Auflieger schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für die Fracht war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Ersatz-LKW auf der Anfahrt, dessen Ankunft noch drei Stunden dauern würde. Währenddessen wurde mit der Bergung der Ladung des ersten LKW begonnen – Zig Kübel voll Haselnusscreme, welche großteils durch die heftigen Kräfte des Unfalls geborsten waren, sodass die Haselnusscreme nun auf der Fahrbahn verteilt lag. Da die ASFINAG über keine einsatzbereiten Fahrzeuge verfügte wurden für das Entfernen der zuckersüßen Fracht kurzerhand die Kommunaltraktoren der Marktgemeinde Markt Allhau eingesetzt. Inzwischen war bereits der seitens der BH angeforderte Bagger eingetroffen. Um diesem jedoch den unbeschränkten Zugang zu gewähren, wurde seitens der ASFINAG der Wildschutzzaun geöffnet und von Seiten der Wehr mittels hydraulischer Schere die Leitschiene entfernt. Jetzt galt es den zweiten Auflieger für das Umladen der Getriebe, welche sich im zweiten LKW befunden hatten, vorzubereiten. Dazu wurde mittels VF-Kran das Dach angehoben und mittels Bagger abgestreift. Gewisse Teile mussten abermals mittels hydraulischer Schere durchtrennt werden. Auch beim Umladen in den zwischenzeitlich eingetroffenen Ersatz-LKW leistete der Kommunaltraktor wertvolle Dienste, sodass die Umladearbeiten bei Einbruch der Dämmerung abgeschlossen werden konnten. Nunmehr galt es – unter Scheinwerferlicht - noch den Auflieger des zweiten LKW abtransportieren. Dazu wurde der Auflieger durch zwei Kräne angehoben und ein größerer Auflieger unter den beschädigten Auflieger geschoben. Nach ordnungsgemäßer Sicherung konnte das Abschleppunternehmen abfahren. Wir führten noch die restlichen Aufräumarbeiten sowie das Binden der restlichen Betriebsmittel durch. Zu diesem Zeitpunkt war bereits Dunkelheit auf der A2 eingekehrt und Gegenfahrbahn kündigte den Beginn des Pendlerverkehrs an. Nach dem Eintreffen im Feuerwehrhaus galt es die Fahrzeuge gründlich zu reinigen, Betriebsmittel nachzufüllen, beschädigte Geräte auszutauschen sowie kleinere Reparaturen durchzuführen. Nach knapp zehnstündigem Einsatz auf der Autobahn konnte die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden.

 

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